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Nach wie vor ein großes Thema rund um das Internet sind Abmahnungen wegen illgalen Downloads von Musik und Filmen.

Hier treten wir bislang auf Seiten der Empfänger der Abmahnung auf. Noch immer sind die Systeme, die zur Ermittlung des "Täters" genutzt werden, recht fehleranfällig, sodass nicht selten Menschen mit einer solchen Abmahnung konfrontiert sind, die sich zu recht keiner Schuld bewußt sind. Dies ist allerdings auch häufig darauf zurückzuführen, dass nicht zwingend der jenige die Abmahnung erhält, der den Download vorgenommen hat, sondern der Anschlussinhaber. Unter den Begriffen "Filesharing" und "Peer to Peer" sind aber bei weitem nicht alle Situationen aussichtslos.

Im Gegenteil: Auch wenn jemand einen Musiktitel oder einen Film heruntergeladen hat, ist dies nach der gängigen Rechtslage keineswegs die Einladung, das Vermögen des Betroffenen als eine Art Selbstbedienungsladen zu behandeln. Völlig überhöhte Schadenersatzforderungen, ebenso überhöhte Rechnungen über Anwaltskosten und Vertragsstrafen, die tief im vierstelligen, manchmal sogar im fünfstelligen Bereich liegen, sind keine Seltenheit. Gerechtfertigt sind die Forderungen in der geltendgemachten Höhe aber nahezu nie. In einer dreistelligen Anzahl von Fällen, die wir allein im Bereich Hamm in der Vergangenheit bearbeitet haben, endeten lediglich zwei Fälle mit dem Rat, die geltendgemachten Forderungen zu erfüllen. In den anderen Fällen ist es hingegen zu keiner einzigen Verurteilung gekommen.

Dies zeigt bereits, dass dann wenn man eine Abmahnung wegen illegalen Downloads erhält -und zwar ganz gleich ob Musikstück oder Film- der Gang zum spezialisierten Anwalt immer sinnvoll ist. Dies schon deshalb, weil auch die Summe des Honorars des eigenen Anwalts und dem, was tatsächlich zu zahlen sein mag, immernoch weit unter dem liegt, was zu zahlen ist, wenn die Forderungen des Abmahners erfüllt werden.

Auch hier ist aber dringend davon abzuraten, eine erhaltene Abmahnung zu ignorieren. Das nämlich kann dazu führen, dass ein einstweiliges Verfügungsverfahren eingeleitet wird, was in der Tat zu verhältnismäßig hohen Kosten führen kann, wenn man es denn verliert.